Die Welt - Kompakt

Ob Blei-Säure oder Gel–Akku ist nicht gleich Akku

Wer kennt sie nicht – Autobatterien, die ständig nachgefüllt werden müssen oder sogar auslaufen. Der hieraus entstandener Schaden ist meist mehr als nur ärgerlich. Ein Gel-Bleiakku kann hier Abhilfe schaffen.

Akkumulatoren sind eine clevere Alternative zu herkömmlichen Batterien. Diese sind zum einen recht teuer in der Anschaffung und zum anderen schlecht für die Umwelt. Akkus hingegen können sehr oft neu aufgeladen werden und sind somit recht schnell wieder einsatzbereit. Der Stromverbrauch während des Ladevorganges ist marginal. Durch ihre Wiederverwendbarkeit schonen sie nicht nur den eigenen Geldbeutel sondern auch die Umwelt. Es gibt Akkus mittlerweile in nahezu allen Bauarten gängiger Batterien. Und das zu erschwinglichen Preisen.

Die technische Entwicklung ist inzwischen weit fortgeschritten. Bestanden sie einst aus Nickel und Cadmium, sind heute edle Metalle wie Lithium oder gar Silber im Einsatz. Polymertechnologien ermöglichen selbst ungewöhnliche und extrem flache Bauformen für den Einsatz in Modellakkus und in Laptops. Als weiterer Pluspunkt sind die wachsenden Kapazitäten zu nennen, die eine große Ausdauer an den Tag legen und ein ständiges Wechseln der Vergangenheit angehören lassen.

Doch was ist mit der guten, alten Autobatterie? Auch hier hat sich etwas getan. Mittlerweile rüsten immer mehr Automobil- und Motorradhersteller ihre Fahrzeuge mit Akkumulatoren aus, die über eine so genannte Gel-Technologie verfügen. Hierbei wird die enthaltene Schwefelsäure mittels Kieselsäure gebunden. Bedingt durch deren Bauart sind diese Akkus vollständig geschlossen und somit muss und kann kein Wasser mehr nachgefüllt werden. Der Wartungsaufwand ist dadurch extrem gering. Auch besteht keine Gefahr mehr, dass sie auslaufen könnten und dadurch Beschädigungen verursachen. Ein weiterer Vorteil solcher Gelakkumulatoren liegt darin, dass praktisch kein Kapazitätsverlust durch die so genannte Säureschichtung mehr auftritt. Die Dichteschichten des Elektrolyts können sich nicht mehr vermischen.

Da der Innenwiderstand bei solchen Modellen jedoch höher ist als bei vergleichbaren, nicht geschlossenen Bleiakkus, sind sie weniger dazu geeignet, hohe Ströme zu liefern. Sind diese Akkus einmal leer, lassen sie sich ohne weiteres wie jede „normale“ Autobatterie mit einem entsprechenden Ladegerät wieder aufladen.