Niedriger Puls führt zu Schwindel- und Ohnmacht
Ein langsamer Puls kann viele Ursachen haben. Meistens hat ein langsamer Puls aber die gleiche Wirkung, nämlich Shwindelanfälle und teilweise kann der Patient sogar in Ohnmacht fallen.
Der Puls ist ein Maß für die Herzschlagfrequenz. Man kann die Pulsfrequenz an vielen Stellen des Körpers fühlen und überprüfen. Dabei zählt man die Schläge, die das Herz pro Minute durchführt. Wenn die Zahl der pro Minute stattfindenden Herzschläge unter 60 liegt, dann hat man einen niedrigen Puls. Diese Störung kann viele Ursachen haben.
Es kann an einem adrenalinhemmenden Mittel liegen, das im Blut zirkuliert. Dies sind Betablocker, die über verschiedene Medikamente aufgenommen werden können. Die Betablocker sorgen durch die Absenkung des Adrenalinspiegels für eine Verlangsamung der Herzfrequenz. Dies kann manchmal medizinisch notwendig sein, um den Patienten zu beruhigen oder das Fortschreiten einer Krankheit zu hemmen. Wenn es aber keine medizinisch notwendige Ursache hat, dann führt eine Verlangsamung der Herzschlagfrequenz immer zu negativen Symptomen. So wird die Blutzirkulation im Körper verlangsamt. Das heißt, es kommen den einzelnen Körperbereichen weniger Sauerstoff und Nähstoffe zu. Diese Mangelversorgung führt in den meisten Fällen zu Schwindel- und Ohnmachtsanfällen. Medizinisch bedenklicher wäre aber eine erhöhte Herzschlagfrequenz. Menschen, die an einer erhöhten Herzschlagfrequenz leiden, sind gefährdeter als solche, die an einen niedrigen Puls haben.
Ein ungewöhnlich niedriger Puls kann aber auch andere Ursachen haben. Zum Beispiel trainieren Sportler über einen längeren Zeitraum ihr Herz mit Ausdauersport. Daher ist der Herzmuskel in der Lage, größere Anstrengung bei einem niedrigen Puls zu absolvieren. Wenn man sich nun in Ruhe befindet, sinkt der Puls bei Sportlern automatisch. Das kann teilweise eine Schlagfrequenz von unter 50 Schlägen pro Minute bedeuten. Allerdings ist in diesem Fall nicht die Anzahl der Schläge medizinisch ausschlaggebend, sondern das Befinden des Patienten. Wenn ein Patient gut leben kann mit einem niedrigen Puls, dann ist die Pulsrate meistens nicht als bedenklich einzustufen. Daher ist es auch wichtig, auf die Symptome zu achten, die eine verringerte Herzfrequenz mit sich bringt.
Maßnahmen gegen einen niedrigen Puls können bei einer schwachen, unbedenklichen Störung schon mit einfachen Mitteln getroffen werden. So kann man die Herzschlagfrequenz durch die Aufnahme von Koffein erhöhen. Dabei sollte man aber darauf achten, sich keine Koffeinvergiftung zuzuziehen. Diese kann sehr gefährlich sein und zu einer stark erhöhten Herzschlagfrequenz führen. Es gibt aber auch sehr schwere Fälle, bei denen ein verringerter Puls sehr unangenehm werden kann. In diesen Fällen liegt meistens eine akute, schwere Herzrhythmusstörung vor, die unbedingt behandelt werden muss. Dafür kann man einen Herzschrittmacher verwenden. Moderne Herzschrittmacher können gut verpflanzt werden und sind sehr zuverlässig ausgelegt. Sie sollten den Träger auch wenig in seinem Alltag stören. Aber vor allem schützt ein Herzschrittmacher vor einem tödlichen Herzinfarkt.