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Den Norden Afrikas entdecken: Eine Reise nach Tunesien

Wer den afrikanischen Kontinent bis dato noch nicht bereisen konnte und interessiert an neuen Eindrücken und geschichtlichen Hintergründen ist, der sollte sich über einen Aufenthalt in Tunesien Gedanken machen.

Das nordafrikanische Land Tunesien erstreckt sich über eine Fläche von rund 160.000 km² und ist Heimat von etwa 10 Millionen Menschen. Schätzungsweise um 800 v. Chr. fanden die ersten Besiedlungen durch die Berber statt und auch heute noch sind viele traditionelle Einflüsse in der Kultur der Tunesier verankert. Seit der Unabhängigkeit im Jahre 1956 öffnete das Land zunehmend seine Pforten für kultur- und geschichtsinteressierte Besucher aus der ganzen Welt. Aber auch Strandliebhaber haben das Land für sich entdeckt und verbringen erholsame Tage an der Nordküste des Landes.

Wer sich für altertümliche Architektur interessiert wird vor allem in der Hauptstadt des Landes fündig. Die mit knapp 2,3 Millionen Einwohnern größte Stadt des Landes liegt im Norden Tunesiens und besticht durch seinen Kontrast zwischen moderner und mittelalterlicher Baukunst. Die teilweise bereits seit dem 16. Jahrhundert bestehenden Prachtbauten sind für Touristen eine beliebte Anlaufstelle, um die Hintergründe der damaligen osmanischen Herrschaft zu ergründen. Im Kern der Stadt befindet sich eine große Moschee, die als wichtigste des Landes gilt. Durch die Aghlabiden im Jahre 856 erbaut, wird sie auch heute noch von den Einheimischen besucht. Ins Auge fällt hier vor allem das Minarett, das aus jeder Position der Stadt zu erblicken ist. Den Touristen ist ein Besuch leider nicht gestattet, allerdings darf der Innenhof mit seinen verzierten Säulen problemlos betreten werden.

Möchte man sich auf einer Reise nach Tunesien ein wenig mit der Kulinarik des Landes vertraut machen, bietet sich ein Besuch des wöchentlichen Treibens auf dem Marktplatz im Süden der Stadt an. Die tunesische Küche ist vor allem für die scharfen Gewürze und die Zubereitung diverser Fleischsorten bekannt. Europäern mit empfindlichen Geschmacksnerven sei hier eine Ziegen- oder Kamelmilch ans Herz gelegt, die die Schärfe der Speisen ein wenig auffängt. Touristen dürfen nach dem Essen auch einmal die traditionelle Wasserpfeife probieren oder den recht herben Kaffee der Araber probieren.

Wer weiter ins Landesinnere reisen möchte, sollte sich einer der zahlreichen Wüstensafaris anschließen, um die Flora und Fauna Tunesiens zu erkunden. Während der mediterrane Norden eher von Laub- und Buschwäldern geprägt ist, erstreckt sich im südlichen Teil des Landes die Steppe. Mit etwas Glück lassen sich hier ein paar Fotos von den hier lebenden Gazellen schießen. Die in den letzten Jahrzehnten stark dezimierten Bestände dieser Tiere machen eine Fotosafari aber unter Umständen unspektakulär. Ein wenig Glück müssen Besucher also mitbringen.